Spannungswandler: Messwandler für die Spannung
Ein Spannungswandler liegt parallel zur Spannung und bildet sie auf einen genormten Sekundärwert ab – nach IEC 61869-3 üblich 100 V oder 110 V, bei Anschluss zwischen Leiter und Erde geteilt durch √3. Er wird gebraucht, wo die Netzspannung zu hoch ist, um sie direkt an Zähler oder Messgerät zu legen: in Mittel- und Hochspannungsanlagen.
In der Niederspannung – bis 1000 V Wechselspannung nach DIN VDE 0100 – wird die Spannung in der Regel direkt gemessen. Zähler, digitale Messgeräte, Voltmeter und Netzschutzrelais nehmen die Spannung unmittelbar vom Netz; nur der Strom läuft über Stromwandler. CELSA fertigt deshalb Stromwandler, keine Spannungswandler. Für die Spannungsmessung in Verteilung und Schaltschrank stehen digitale Messgeräte, analoge Voltmeter und das Netz- und Anlagenschutzrelais CEL-NA-S im Programm.
Messwandler für Verrechnung und Schutz
Für die Energiemessung zählt die Genauigkeitsklasse: CELSA fertigt Messwandler in den Klassen 0,5, 1 und 3, geeichte Wandler für die Abrechnung in 0,2S, 0,2, 0,5S und 0,5. Welche Klasse ein Zählpunkt braucht, legt der Netz- oder Messstellenbetreiber fest. Schutzstromwandler tragen Schutzklassen von 5P5 bis 10P10; sie sättigen bewusst spät, damit das Relais auch den Kurzschlussstrom richtig sieht – das Gegenteil des Messwandlers, der früh sättigt und so die Messgeräte schützt.
Die Klassen im Einzelnen, der Unterschied 0,5 und 0,5S und die Anforderungen an geeichte Wandler stehen in den Fachartikeln Genauigkeitsklassen von Stromwandlern, Eichung und MID und Schutzstromwandler.
Messwandler oder Messumformer?
Ein Messwandler ist passiv: Er braucht keine Hilfsenergie und gibt den Strom oder die Spannung verkleinert, aber in gleicher Form weiter – sekundär fließt wieder Wechselstrom. Ein Messumformer ist ein elektronisches Gerät mit Hilfsspannung, das aus der Messgröße ein Einheitssignal wie 4–20 mA oder 0–10 V für Steuerung und Leitsystem macht. In der Messkette steht der Stromwandler vor dem Messumformer: Der Wandler liefert 5 A oder 1 A, der Messumformer macht daraus das Normsignal.
Messwandler für Schaltanlagen und Verteilungen
In der Niederspannungs-Hauptverteilung und im Schaltschrank sitzt der Stromwandler auf Kabel oder Sammelschiene, der Zähler oder das Messgerät daneben auf der Hutschiene. Für die Neuanlage ist der Aufsteckstromwandler die Regel, für die Nachrüstung im Betrieb der Klappwandler, für mehrere Abgänge auf einen Zähler der Summenstromwandler und für sehr hohe Ströme die Rogowski-Spule. Die Anwendungsbedingungen gelten für alle CELSA-Stromwandler:
Anwendungsbedingungen der CELSA-Stromwandler
| Sekundärstrom | 5 A oder 1 A |
|---|---|
| Nennfrequenz | 50 – 60 Hz |
| Max. zulässige Betriebsspannung | 720 V |
| Prüfspannung | 3 kV / 1 min |
| Isolationsklasse | E nach IEC 85 |
| Normen | IEC 61869 Teil 1 + 2 / DIN EN 42600 |
Werte aus den technischen Daten der Produktseiten. Sonderausführungen auf Anfrage: beliebige primäre und sekundäre Nennströme, Betriebsspannung Reihe 1 (1,2 kV), Gießharzverguss.
